Auf dieser Seite können Sie sich mit den folgenden drei Beispiele in die Denkweisen der Kinder zum Thema schriftliche Multiplikation sensibilisieren.
In den verschiedenen Schülerdokumenten können auftretende Fehlermuster und individuelle (aber richtige) Vorgehensweisen zum Thema erkannt und auf neue Aufgaben übertragen werden.
Lukas bearbeitet den folgenden Arbeitsauftrag:
Rechne die Aufgaben schriftlich.



Wie würde Lukas vermutlich auch den folgenden Arbeitsauftrag lösen?
Rechne die Aufgabe 823 • 8 schriftlich.
Überlege zunächst selbst.
Hier kannst du aus verschiedenen Antwortmöglichkeiten wählen.
Welche hältst du für wahrscheinlich?



Das halten wir für wahrscheinlich. Wie in den Beispielen von Lukas oben, werden auch hier die Übergangsziffern (2 und 3) unterhalb der jeweiligen Ziffer notiert und diese vermutlich vor der Multiplikation hinzu addiert, so dass 8 * (2 + 2) und 8 * (8 + 3) gerechnet werden.
Das halten wir für unwahrscheinlich. Hier liegt, anders als in den Beispielrechnungen oben, vermutlich nur ein Rechenfehler vor (8 * 3 = 21). Ansonsten wird alles richtig gemacht.
Das halten wir für unwahrscheinlich. Eine mögliche Erklärung für die fehlerhafte Lösung ist, dass, anders als oben, hier vermutlich die Übertragsziffern jeweils nicht berücksichtigt werden, so dass die einzelnen Rechnungen 8 * 3, 8 * 2 und 8 * 8 gerechnet werden, ohne die Überträge dann mit den Teilergebnissen zu verrechnen.
Emma bearbeitet den folgenden Arbeitsauftrag:
Rechne die Aufgaben schriftlich.



Wie würde Emma vermutlich auch den folgenden Arbeitsauftrag lösen?
Rechne die Aufgabe 478 • 35 schriftlich.
Überlege zunächst selbst.
Hier kannst du aus verschiedenen Antwortmöglichkeiten wählen.
Welche hältst du für wahrscheinlich?



Das halten wir für wahrscheinlich. Emma rechnet zwar wie oben beide Teilprodukte korrekt aus, allerdings notiert sie beide Teilprodukte rechtsbündig, sodass das Ergebnis nicht stellengerecht ermittelt wird.
Das halten wir für unwahrscheinlich. Der Fehler liegt hier, anders als oben, darin, dass zwar die Teilprodukte korrekt ausgerechnet und notiert werden, diese aber vermutlich in der verkehrten Reihenfolge ermittelt und notiert (2390 müssten unten, 1434 oben stehen), und somit nicht stellengerecht verrechnet werden.
Das halten wir für unwahrscheinlich. Abweichend vom Fehler in den Beispielrechnungen oben, werden hier die einzelnen Aufgaben des kleinen Einmaleins richtig berechnet. Eine mögliche Erklärung für die fehlerhafte Lösung ist, dass dabei die Zehnerziffer notiert und die Einerziffer gemerkt wird (statt die Einerziffer notiert und die Zehnerziffer gemerkt).
Enis bearbeitet den folgenden Arbeitsauftrag:
Rechne die Aufgaben schriftlich.



Wie würde Enis vermutlich auch den folgenden Arbeitsauftrag lösen?
Rechne die Aufgabe 507 • 53 schriftlich.
Überlege zunächst selbst.
Hier kannst du aus verschiedenen Antwortmöglichkeiten wählen.
Welche hältst du für wahrscheinlich?



Das halten wir für wahrscheinlich. Enis berücksichtigt vermutlich, wie in den Beispielrechnungen oben, die Null an der Zehnerstelle des 1. Faktors nicht. Zur Ermittlung des 1. Teilprodukts wird 5 * 7 = 35 gerechnet, die 5 notiert, die 3 gemerkt, dann 5 * 5 = 25 gerechnet, die gemerkte 3 zur 25 addiert und anschließend die 28 notiert.
Das halten wir für unwahrscheinlich. Eine mögliche Erklärung für die fehlerhafte Lösung ist hier, dass anders als in den Beispielen oben, dieTeilprodukte richtig ausgerechnet werden, vermutlich jedoch nicht stellengerecht notiert und somit nicht stellengerecht korrekt ermittelt werden.
Das halten wir für unwahrscheinlich. Es könnte sein, dass hier, anders als in den Beispielaufgaben von Enis oben, die einzelnen Aufgaben des kleinen Einmaleins generell richtig berechnet werden, bei der Aufgabe 5 * 5 = 25 aber vermutlich nur die 5 notiert und die 2 vergessen wurde.